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In der Reihe European Jazz Legends gastierte der Schweizer Schlagzeuger Daniel Humair mit seinem Quartett im Theater Gütersloh

Jazz is a conversation

Im Laufe seines langen Musikerlebens hat die Jazz Legende Daniel Humair schon mit vielen internationalen Größen wie z.B. Chet Baker, Joe Henderson, Dexter Gordon, Herbie Mann, Henri Texier, Joachim Kühn und Michel Portal auf der Bühne gestanden. Hier in Gütersloh präsentierte er nun ein Quartett, das aus jungen exellenten Musikern bestand: Vincent Lê Quang (Sopran- und Tenorsaxophon), Stephane Kerecki (Bass), Emil Spanyi (Piano) – alle drei ehemalige Schüler von Humair.

In dem üblicherweise in der Reihe European Jazz Legends zu Beginn des 2. Sets stattfindenden Interview legte Humair dar, dass er es liebt, gerade mit diesen jungen Leuten auf der Bühne zu sein, weil sie sehr gut improvisieren können und aufmerksam aufeinander hören. „Sie geben ihr Bestes, probieren aus. Manchmal klappt es, manchmal nicht.“ Diese Eigenschaften waren es auch, die das Konzert entscheidend prägten. So ergaben sich auch viele interessante musikalische Zwiegespräche.

In dem sehr unterhaltsamen und informativen Interview plauderte Humair aber auch über weitere Facetten des Jazz. In den 60er Jahren z. B. hatte diese Musik in Europa durchweg einen schlechten Ruf. Die amerikanischen Jazzmusiker in dieser Zeit hatten Probleme mit Drogen und Alkohol. Diese Exzesse brachten die Presse überhaupt erst dazu, über Jazz zu schreiben – aber mehr über die  Skandale als über die eigentliche Musik. Humair begrüßte ausdrücklich, dass sich das in der heutigen Zeit grundlegend geändert habe, und dabei verwies er auf seine Bandmitglieder. Humair scherzend: „Diese jungen Leute sind sehr zuverlässig, sie essen kein Fleisch, sie trinken nicht, sie rauchen nicht.“

Für Humair ist ein Musiker jemand, der hart arbeitet, aber ansonsten ein ganz normaler Mensch ist. Ihm ist Starkult und Bewunderung völlig fremd. „I don´t have to be crazy to be an artist.“

Humair versteht sich als kompromissloser Musiker. Er möchte sich nicht von einem Produzenten in seine Arbeit reinreden lassen. Er möchte auch nicht in erster Linie Musik spielen, die das Publikum von ihm erwartet. Er gibt sein Bestes auf der Bühne, und wenn das Publikum das zu schätzen weiß, ist das gut so. Wenn nicht, Pech gehabt.

Das Daniel Humair Quartet gab in Gütersloh sein Bestes, und das Gütersloher Publikum wusste seine Musik zu schätzen. Das konnte man beim Schlussapplaus deutlich hören.

Udo Kotulla, Fotos: Ingrid Tölle



Gunter Hampel
Samstag, 17 Juni 2017- 20 Uhr Theatersaal
Weil das Vibrafon nicht das populärste Jazz-Instrument ist, konnte aus Gunter Hampel kein populärer Jazzer werden. Wohl aber einer der einflussreichsten: Seit 1958 Profi, schuf Gunter Hampel 1964 mit der Platte „Heartbeat“ einen der ersten Tonträger eigenständiger europäischer Jazzmusik. Trompeter Manfred Schoof und Pianist Alexander von Schlippenbach waren damals u. a. seine Mitspieler. Mit enormem Einfluss wirkte Hampel ab 1971 auch in den USA. In Deutschland arbeitete er u. a. mit Jazzkantine, dem Rapper Smudo und Ben Becker. Das kraftvolle und kreative Gunter Hampel European-New York Quintett wird durch Tochter Cavana Lee-Hampel komplettiert.

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